Dr. Werner Schreiber, Volkswagen Konzernforschung, Dr. Rainer Jansen, BMBF und Prof. Michael Schenk, Institutsleiter des Fraunhofer IFF (v.l.n.r.) diskutieren die Möglichkeiten der virtuellen Technologien für die Automobilindustrie.
Viktoria Kühne / Fraunhofer IFF
Schavan: „Magdeburg ist hervorragender Standort für virtuelle Techniken“
Wenn Chirurgen Operationen an einem realitätsgetreuen Modell des Patienten am Computer proben, spielen die Techniken der Virtuellen Realität (VR) und der Erweiterten Realität (AR) eine immer größere Rolle. Diese Techniken lassen sich überall dort einsetzen, wo komplexe oder auch gefährliche Prozessabläufe simuliert werden sollen, um Probleme schon vor Produktionsstart zu beseitigen. Um die Technologie weiterzuentwickeln und anwendbar zu machen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) drei neue Verbundprojekte bis 2011 mit rund 39 Millionen Euro im Rahmen der Innovationsallianz „Virtuelle Techniken“. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte am Mittwoch: „Mit diesen Techniken der Virtuellen Realität schaffen wir eine wichtige Basis zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Ohne eine effiziente Produktion könnte Deutschland nicht Exportweltmeister sein.“
Wissenschaftlich-technische Drehscheibe für die drei Projekte AVILUS (Angewandte Virtuelle Technologien im Produkt- und Produktionsmittel- lebenszyklus), AVILUSplus (Angewandte Virtuelle Technologien mit Langfristfokus auf dem Produkt- und Produktionsmittel- lebenszyklus) und ViERforES (Virtuelle und erweiterte Realität für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit eingebetteter Systeme) ist das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (FhG IFF) in Magdeburg. Das Institut ist Partner für Auftraggeber aus Mittelstand, Industrie, Forschung und Politik. Es entwickelt und optimiert gemeinsam mit den Kunden Lösungen auf den Gebieten Logistik, Virtual Engineering, Automatisierung und Anlagentechnik. „Magdeburg ist ein hervorragender Forschungs- und Entwicklungsstandort für Virtuelle Techniken und deshalb geeignet, hier auch das Pilotprojekt ViERforES im Rahmen des Programms ‚Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern‘ zu fördern“, so Schavan. Neben der Förderung durch das BMBF beteiligen sich Industriepartner in den nächsten fünf Jahren mit Investitionen in Höhe von 170 Millionen Euro.
In dem Projekt AVILUS entwickelt und erprobt ein Konsortium aus 28 führenden deutschen Industrieunternehmen, Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen leistungsstarke Technologien, beispielsweise aus dem Bereich Informationsmanagement. Ziel des Projektes ist eine nutzerfreundliche Technik, mit der VR-Systeme ohne großen Aufwand erstellt werden können. Die Koordination von AVILUS hat die Volkswagen AG übernommen. Im Forschungsprojekt AVILUSplus widmen sich neun Forschungseinrichtungen grundlegenden technologischen Forschungs- fragen in den Schwerpunkten Visualisierung und Interaktion sowie Daten- haltung und Messverfahren. Das Projekt ViERforES ist eines der sechs Pilotprojekte im BMBF-Programm „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“, das auf regionalen Stärken aufbaut. Zweck der Förderung ist es, die Innovationsfähigkeit und damit die Wirtschaftskraft in den Neuen Ländern zu steigern.
Download PDF, 45 KB
Download DOC mit Vorschaubildern, 880 KB
Download ZIP-Archiv, 2.15 MB
Pressereferat
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF
Telefon +49 30 1857-5050
Fax +49 30 1857-5551