Augmented-Reality-gestützte Werkerassistenz mit sphärischen Kameras
DFKI
Zielstellung: Stabileres Tracking durch Verwendung weitwinkliger Kameras mit einem Sichtfeld bis zu 190 Grad
Für ein stabiles und robustes Echtzeit-Tracking auch außerhalb speziell dafür markierter Umgebungen müssen neue Methoden der Kamera-Modellierung und Objektverfolgung entwickelt werden. Die Wissenschaftler des Teilprojekts 3.7 forschen und entwickeln Einsatzmöglichkeiten sphärischer Kameras für die bildbasierte Kameraverfolgung (Tracking) und auch für die bildbasierte Interaktion.
Sphärische Kameras bieten – ähnlich dem menschlichen Auge – ein Sichtfeld von bis zu 190°. Durch dieses große Sichtfeld erfassen sie – auf dem Kopf getragen – den gesamten vorderen Halbraum und sogar die Hände des Benutzers selbst. Auch bei starken Kopfbewegungen verändert sich der Bildinhalt nur wenig. Diese Eigenschaften machen sphärische Kameras zu nahezu perfekten Sensoren für das Tracking von Objekten, Bewegungen und Gesten – die Grundvoraussetzung für die intuitive Interaktion in teils virtuellen teils realen Umgebungen. Das breite Sichtfeld sphärischer Kameras verursacht allerdings auch starke radiale Bildverzerrungen und bietet damit im Einsatz aus technologischer Sicht einige Herausforderungen.
Ein entscheidendes Ziel der Forscher ist es, zuverlässiges Tracking und intuitive Interaktion über einen einzigen Sensor zu realisieren. Dazu wird ein geeigneter Bildbereich als Trackingbereich zur Positionsbestimmung deklariert. Dies erlaubt das ortsfeste und lagerichtige Einblenden hilfreicher Informationen in das Blickfeld des Benutzers.
Im Teilprojekt 4.4 des Themenschwerpunkts Interaktion werden – darauf aufbauend – Möglichkeiten erforscht, mit der virtuellen Welt intuitiv z. B. über Handgesten zu interagieren.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
Prof. Dr. Didier Stricker
Erweiterte Realität / Augmented Vision
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Deutschland
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